Nach einem glücklicherweise unspektakulären Flug um 2 Uhr nachts in Mumbai angekommen gleich die ersten Vergleiche mit China: Der international Flughafen der indischen Finanzmetropole wird nicht sehr international. Keiner weiß, auf welchem der sechs Bänder sein Koffer rauskommen wird. Es sind nur zwei in Betrieb und nach einiger Zeit wird das zuständige Band über Lautsprecher angesagt. Der Fahrer wartet geduldig vor dem Flughafen und bringt mich zuverlässig zum nahegelegene Hotel. Trotz der späten Stunde sind insgesamt fünf Herren um mich bemüht und helfen mit Gepäck und Einchecken.
Am nächsten Morgen zur Bank, Geld abheben und W-Lan ausprobieren: Alles tadellos. Weniger neugierige Blicke als in China, sehr freundliche Leute, sehr warm, schöne Farben, viel Staub.
Mit Kollege Sumit dann der erste Firmen- gefolgt vom ersten Tempelbesuch. Beides hochinteressant. Im Tempel sind es die westlichen Krishna-Anhänger, die sich am ostentativsten auf den Boden werfen, wie uns beiden auffällt. Ich dachte immer, man bringt Speisen in den Tempel - geht auch, um sie segnen zu lassen. Hier jedoch wurden wir sogar noch gespeist, mit einem köstlichen Reis in Blätterschüsseln. Genial, oder? Während wir uns mit Esspappe abmühen, um unsere Currywurst umweltgerecht zu verspeisen, nimmt man hier große Blätter und trocknet sie als Schüsseln geformt.
Ich habe bisher wenige Fotos gemacht, vor allem am Strand.
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| Daniela in Indien |
Noch ein paar stichwortartige Worte zu Mumbai: Hier boomt das wirtschaftliche Leben und zieht entsprechend alle Schichten aus dem ganzen Land an. Egal, wie arm - wer hier ankommt, findet am nächsten Arbeit. Es mag vielleicht keine schöne Stadt zum Leben sein, aber für die Karriere ist sie toll. Auch scheinen hier die Gegensätze besonders krass, krasser als im übrigen, durchaus ebenfalls gegensätzlichen Indien. Sehr arme Leute leben sprichwörtlich Tür an Tür mit sehr reichen - und kommt miteinander aus. Und es ist wohl die einzige Stadt in Indien, in der man beim Besteigen der TucTucs (Dreiräder zum Befördern von zwei bis acht Personen) NICHT handeln braucht, da nur das zählt, was der Zähler zählt.
Preise:
Persönlicher Fahrer für 8h und 80 km: 900 Rupien (15 Euro)
Bus von Mumbai nach Pune, braucht 2-5h: 250 Rupien (4 Euro)

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