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| zimmerchen |
Genau wie Sumit lebt und arbeitet Kollege Rajesh nicht im Stadtzentrum von Kolkata, sondern in einem Außenbezirk: Salt Lake. Hier ist es ebenfalls ruhiger, grüner und etwas stiller als mitten in der Stadt. Als Rajesh mich fragte, ob er mir für die Zeit hier ein Hotelzimmer (ca 50 Euro pro Tag), eine Pension (ca 30 Euro pro Tag) oder ein Appartment (ca 120 Euro für einen Monat) buchen soll, sagte ich (ganz der vorbildliche Arbeitnehmer :)): "Das billigste. Solang es ne Dusche und einen Ventilator hat und keine Kakerlaken rumkriechen, bin ich zufrieden." So wohne ich jetzt in dem sogenannten Appartment. Es ist ein Zimmerchen, das seine besten Tage schon gesehen hat, aber es erfüllt die von mir genannten Kriterien. Obwohl - warmes Wasser hat die Dusche nicht. Da das in Indien nicht zentral geregelt ist, braucht jeder, der warm duschen will, einen Boiler daheim. Ich könnte mir von meiner Vermieterin immer einen großen Eimer heißes Wasser geben lassen, den dann mit kaltem mischen und mich damit abduschen (ein kleiner Gießeimer ist im Set enthalten). Da es hier aber so heiß ist, habe ich es bisher ganz gut geschafft, auch kalt zu duschen. Das Zimmer liegt im Erdgeschoss und ist mit drei großen Schlössern vor der Außenwelt gesichert. Wenn ich also heimkomme, muss ich mich erstmal hier in Fort Knox durch die Sicherheitskontrollen zwängen. Morgens höre ich hier den Milchmann, den Postboten, den Kartoffelmann, den Wäschemann (nehme ich zumindest an, ich verstehe ja nicht, was sie rufen) und sonstige Anbieter vorbeidüsen, die ihre Dienste lauthals anpreisen. Da sie das aber nicht so früh machen, ist das völlig in Ordnung. Toll ist, dass ich nur fünf Minuten laufen muss, bis ich im Büro bin. Rajesh hat mir zudem gestern eine Karte gemalt, wo meine wichtigen Ankerpunkte verzeichnet sind: Internetcafe, Frühstücksort, diverse kleine Restaurants für andere Mahlzeiten, ein Markt, ein Kino, ein großer Park, ein Geldautomat. Alles fußläufig. Das Zimmerchen ist also völlig in Ordnung für mich und erinnert an die Studienzeit etwa in China. Der Unterschied allerdings zu den sensationellen Zimmern, in denen ich in Delhi (Le Meridien) und Chennai (GRT Grant) - hier hatte eine halbstaatliche indische Organisation eingeladen - schlafen durfte, ist entsprechend exorbitant. Da hier aber die meisten Unterschiede exorbitant sind, passt auch das perfekt in den Aufenthalt.

Vor allem das Bad und den Duschkopf find ich beachtenswert :) Jana
AntwortenLöschenJep, bei der Dusche musste ich auch laut lachen :)
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