Freitag, 6. März 2009

Essen auf der Straße


Es wird Zeit, diesem Thema einen eigenen Artikel zu widmen. Ich bin ein großer Fan der kleinen Köstlichkeiten, die man hier überall kaufen kann. Hier eine Selektion:
- Tee und Kekse: Gläser mit diversen Kekssorten sind ein gutes Indiz, dass man an diesem Stand auch leckeren, würzigen, süßen, heißen, schwarzen Tee mit Milch bekommt.
- Obst und Gemüse: Dekorativ auf ein paar Bananenblättern angerichtet schneiden die Verkäufer ihr Obst in mundgerechte Stücke, mischen sie zu einer guten Kombination, streuen etwas Massala (Gewürzmischung, ja, salzig!) darauf und verkaufen die Portion für 10 Rupien (16 Cent). Enthalten sind meist: Äpfel, Bananen, Papaya, Gurke, Karotte, eine Kohlrabi-Art, manchmal Ananas und Trauben. Diese Stände kann man ob ihrer Farbenpracht nicht übersehen - aber auch die Nase erkennt sie. Denn die Verkäufer verbrennen meist jede Menge Räucherwerk, so dass es um sie herum wie in einem Tempel riecht. Ich nehme an, das soll die Fliegen vertreiben.
- Diverse salzige Mahlzeiten: Kleine salzige Kringel (gereicht mit dreierlei Sauce), die auch bei uns bekannten Samosas, salzige Pfannkuchen mit Zwiebeln oder anderem Gemüse, ganze Mahlzeiten mit Naan-Brot, chinesische Nudelgerichte - die Variationen an Möglichkeiten sind unendlich. Ich habe noch nicht alle probiert, aber was ich bisher kostete, war köstlich.
- Wasserkugeln: Das bisher bizarrste Streetfood-Erlebnis. Wollte mir Sumit zeigen, als etwas typisch indisches. Es nennt sich Putschka. Die Verkäufer haben einen Berg mit hohlen Teigkugeln in ihrer Vitrine. Diese bestehen aus irgendeiner knusprigen (!) Teigart, vielleicht vergleichbar mit dünnem Mürbeteig. Diese Kugel wird dann mit dem Daumen aufgebrochen und der Verkäufer füllt sie mit ein paar Kartoffelbrocken und KALTER Brühe. Man steh daneben und wird sozusagen stückweise von ihm gefüttert. Naja, essen muss man selbst, aber man kauft zb fünf stück und er bereitet den nächsten Bissen erst zu, wenn man aufgekaut hat, weil es sonst ja total durchweichen würde. Es ist ein sehr seltsames Essgefühl, glaubt es mir.
- Die Süßholzraspler: Zuckerrohrstangen werden auf einer sehr antiken Maschinen ausgepresst und der Saft dann als Stärkung verkauft. Gleiches geht auch mit einer Zitrusfrucht. Diese wird nicht wie bei uns ausgepresst, sondern geschält und durch den Fleischwolf gejagt.

1 Kommentar:

  1. Wow, diese Wasserkugeln klingen ziemlich eklig. Schmeckt das denn oder überwiegt das seltsame Erlebnis? ;-)

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