Rahul und Sadhu gehen zusammen aufs College und sind ineinander verliebt. Mehrere Jahre gehen ins Land, beide sind glücklich. Eines Tages verschwindet Sadhu ohne ein Wort, Rahul hat keine Möglichkeit, sie zu finden. Zwei Jahre später meldet sie sich bei ihm, sie ist verheiratet und hat ein Kind. Die Ehe läuft nicht gut, sie denkt an Scheidung. Rahul, der bisher ungebunden geblieben war, überlegt, sie nach der Scheidung zu heiraten (ein an sich schon sehr revolutionärer Gedanke hier). Aber er rennt gegen uneinnehmbare Wände bei seinen Eltern und Freunde. Er kämpft dafür, aber sie lassen es nicht zu. Letzten Endes heiratet er eine völlig fremde Frau in einer arrangierten Heirat. Er hat sie nie vorher gesehen. Ob er sie liebt? "Sie ist sehr nett zu mir und kümmert sich sehr gut um mich. Ich mag sie sehr gerne - aber lieben, nein, ich liebe sie nicht. In meinem Herz ist immer noch meine erste Liebe."
Sunder hat keine Probleme mit Frauen. Schon früh hat er weibliche Freunde, mit denen er gut zurecht kommt, die er mag und denen er vertraut. Aber er wartet lange mit einer Heirat und als er sich letztendlich zu einer solchen entschließt, besteht er auf einer arrangierten. Er möchte, dass seine Familie die Braut auswählt. Sie soll jemand völlig fremdes für ihn sein, nur etwas künstlerisches sollte sie machen. Weil er bereits Künstler in der Familie hat und diesen Schlag Mensch interessant findet. Seine Familie schlägt mit Hilfe einer professionellen Vermittlerin eine junge Frau vor, die beiden treffen sich, unterhalten sich, finden sich sympathisch. Sunder fragt sie, ob sie ihn auch mögen könnten und sich eine Ehe vorstellen kann. Sie sagt ja. Zwei Monate später findet die Riesenhochzeit statt, 1000 Gäste sind geladen. In ein paar Wochen wird Sunder Vater. Er ist sehr glücklich mit seiner Frau, sie passen gut zusammen und er mag es, sie zu verwöhnen. Während ein paar seiner Freunde mit ihren Freundinnen bereits vor der Heirat Kontakt haben und sich morgens beim Aufstehen anrufen, dann beim Frühstücken, dann auf dem Weg zur Arbeit, dann in der Teepause, dann nach dem Mittagessen, dann in der Teepause, sich dann nach Feierabend kurz sehen und abends nochmal kurz telefonieren. Wenn solche Pärchen dann heiraten, sei es mit der Romantik vorbei. Sunder hingegen kann mit seiner "frischen" Frau ganz von vorne anfangen, er kann sie ausführen, verwöhnen und das volle Romantik-Programm durchziehen. Und es läuft richtig gut.
Ajoy ist ein junger aufgeklärter Mann. Er macht sich um die Umwelt in Indien Gedanken und über den Verbrauch von Plastiktüten, der hier noch ohne Rand und Band praktiziert wird. Er ist seit sieben Jahren mit seiner Freundin zusammen, die er auch eines Tages heiraten wird. Warum noch nicht jetzt? Weil sie aus einer guten Familie stammt und einen hohen Lebensstandard gewohnt ist. Er sieht es als seine Aufgabe an, ihr diesen Standard mindestens auch bieten zu können - und daran arbeitet er. Eine Mitgift würde er niemals akzeptieren, schließlich wäre es kein Geld, dass er verdient hat, sondern jemand anderes und er würde sich sehr schlecht fühlen, wenn er sich daran bereichern würde. So arbeitet er fleißig und bildet sich weiter, bis er meint, seiner Angebetenen würdig zu sein.
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Die erste Geschichte finde ich ziemlich dramatisch, ob sie sich jemals wiedersehen...
AntwortenLöschenSunder hat dann wohl Glück gehabt...
Und Ajoy ist ziemlich nobel, aber sollte diesen Weg vor allem für sich tun.